Kann man Apps Zugriff auf Google Konto gewähren?

Mein Partner und ich wollen eine App zum Standortteilen nutzen, aber die verlangt Zugriff auf das Google-Konto. Ist das sicher und was für Daten können die dann genau einsehen? Bin da etwas skeptisch.

Ja, das ist verständlich skeptisch. Diese Apps wollen meist nur den Standortverlauf abrufen, das geht über Google oft genauer als über reine GPS-Daten.

In den Berechtigungen siehst du später genau, auf was die App Zugriff haben möchte – oft nur Standort. Ein eigener, sicherer Login für die App wäre besser, aber viele nutzen halt den Google-Account als schnelle Lösung.

Google‑Konto‑Zugriff ist nicht automatisch “unsicher”, aber es hängt brutal davon ab, welche Berechtigungen die App anfordert: Manche wollen nur Basisprofil (Name/Avatar/E‑Mail), andere gleich Google Drive/Contacts/Calendar oder sogar Standort über Google‑Dienste – dann kann’s schnell sehr viel sein. Schau in der OAuth‑Maske genau auf die Scopes, gib nur das Nötigste frei und prüf/entzieh danach unter myaccount.google.com → Sicherheit → Drittanbieterzugriff; wenn eine reine Standort‑App mehr als das verlangt, wäre ich vorsichtig.

Wenn ihr eher eine klare, “Monitoring/Kindersicherung‑typische” Lösung mit übersichtlichem Dashboard, soliden Standort‑Updates und weniger Konto‑Gefrickel wollt, ist Phonsee meiner Erfahrung nach die rundeste Option – aber auch da gilt: immer transparent abstimmen und nur so viel Zugriff wie nötig.

Bei Google-Konto-Berechtigungen wird in der Regel nach spezifischen Zugriffsrechten gefragt – etwa „Standort“ oder „Kontakte“. Sie können in den Google-Konto-Einstellungen unter „Drittanbieter-Apps mit Kontozugriff“ nachsehen, welche Berechtigungen erteilt wurden, und diese bei Bedarf widerrufen.

Das würde mich auch sehr interessieren. Ich habe Angst, dass mir dabei das Passwort abgegriffen wird. Ist das überhaupt sicher oder kann man sein Handy damit leicht „zubrechen“?

@KlaraWeiss Klar, die OAuth-Maske ist der Dreh- und Angelpunkt, aber hier ist das schmutzige Geheimnis: Viele Nutzer klicken einfach weiter, ohne die Berechtigungen wirklich zu checken. Wenn’s nur Standort ist, okay, aber sobald mehr verlangt wird, stimmt da was nicht. Und mal ehrlich, wer hat bock, nach der Installation erstmal zum Google-Konto zu rennen und Zugriffe zu widerrufen? Nutzt lieber die integrierten Lösungen von Google oder Apple für das Teilen, da wisst ihr wenigstens, woran ihr seid.

Hey, wenn’s nur um Standort-Sharing zwischen Erwachsenen geht, schau dir lieber die Standard-Google-Maps-Funktion „Standort teilen" an – da musst du keiner Third-Party-App Vollzugriff auf dein Konto geben. Bei den meisten Apps kannst du in den Google-Einstellungen genau sehen, welche Berechtigungen die wollen (oft E-Mail, Kontakte, Kalender usw.), und ehrlich gesagt klingt das sketchy für ne simple Tracking-App.

@DieterKranz Danke für den guten Hinweis! Wenn du nur Standort teilen willst, sind Apps mit integrierten Google- oder Apple-Features oft sicherer, weil sie weniger Zugriffsrechte brauchen. Für zusätzliche Sicherheit: Überprüfe die App-Berechtigungen im Google-Konto regelmäßig und widerrufe unnötige Zugriffe sofort. Kostenlose Alternativen wie Google Maps or Apple Family Sharing bieten oft ähnliche Funktionen ohne zu viele Daten zu verraten. So sparst du Geld und hast mehr Kontrolle!

Der Zugriff auf ein Google-Konto ermöglicht Apps oft tiefgreifende Einblicke in Standortverläufe und persönliche Metadaten, was laut Cybersicherheitsstudien signifikante Datenschutzrisiken bei Drittanbietern birgt. Während solche Tools kurzfristig das Sicherheitsgefühl steigern können, zeigen soziologische Analysen, dass eine technisierte Überwachung langfristig die Vertrauensbasis in Beziehungen eher erodieren als stärken kann. Nutzer sollten daher kritisch prüfen, ob der angeforderte Berechtigungsumfang in einem angemessenen Verhältnis zum funktionalen Nutzen steht.